Reisebericht März-Fahrt

Mit Absicht habe ich in diesem Reisebericht wenig Text benutzt, denn Bilder sprechen mehr als 1000 Worte.

Mittwoch, 16. März 2016

Unser Spielmobil hatten wir bereits vergangen Samstag geladen; also konnten wir direkt von Bergisch Gladbach aus starten. Gegen 20:00 Uhr ging es los und wie bei jedem Start grauste es mir vor der langen Strecke, die sich zieht wie ein Gummi. Petrus war uns wohlgesonnen und hielt seine Schleusen geschlossen.


 

Donnerstag, 17. März 2016

Gegen 4:00 Uhr waren wir an der österreichischen Grenze; Fahrerwechsel und Aufladen der GO-Box war hier angesagt. Nächster Stopp gegen 6:00 Uhr war der beliebte Oldtimer Autohof in Oed, wo wir erst einmal den Durst unseres Spielmobil löschen mussten. Langsam dämmerte es, was unseren überanstrengten Augen sehr gut tat.

001 Um 6:20 Uhr zeigte sich vorsichtig
die Sonne mit einem charmanten
Lächeln und versprach eigentlich
einen schönen Tag.
Entweder war es Heuchelei oder
aber andere Mächte verhinderten
sie, ihr Versprechen einzuhalten.
Es war neblig, diesig, kalt und wir
hatten das Gefühl, im tiefsten Winter
zu sein.Dieses Bild bot sich uns um 7:15 Uhr
002
003 Kurz vor 9:00 Uhr erreichten wir die
ungarische Grenze. Nach einigen
Erledigungen in Sopron ging es
weiter Richtung Ajka

004

Ajka begrüßte uns mit einem Hauch von Frühling

005

Der Weg zur Station

Um 10:45 Uhr erreichten wir die Station in Ajka.

Da wir ausnahmsweise einmal relativ früh dort waren, hatten wir ein wenig Zeit für das ein oder andere Fotoshooting. Während Atilla und Rolf die Spenden ausluden, ging ich mit meiner Kamera bewaffnet ins benachbarte Tierheim Vahur. Kitti beantwortete mir meine Fragen so gut sie konnte; schließlich gibt es Hände und Füße, die durchaus für eine Kommunikation geeignet sind.

006 007 008
009 010 012
011 012-1

Atilla und Rolf hatten zwischenzeitlich die Spenden abgeladen.

013 014

11:45 Uhr… die Zeit drängte und wir mussten aufbrechen. Schließlich wartete Zsuzsa auch schon auf uns, denn auch in Veszprem wollten wir uns ein wenig Zeit nehmen.

015

Der Weg zu Zsuzsa’s Tierheim

016

Um 12:15 Uhr waren wir da

Zsuzsa begrüßte uns mit einem Cocktail (Apfelnektar) und gleich ging es an die Arbeit: Mit vereinten Kräften waren die Spenden ruck zuck abgeladen

017 018

Die Beiden hier sehen eher gelangweilt aus

019 020

Noch ein paar Schnappschüsse, bevor es an die Liste der zu fotografierenden Hunde ging:

021 022
023 024

Piran, Sedre und Sparga… sie alle sind noch auf der Suche nach ihren Familien

025 Zwischenzeitlich hatte es sich
„Macska“ auf meiner to-do-Liste
gemütlich gemacht.Na sowas aber auch.. Frechheit !

Geduldig holte Zsuzsa alle auf meiner Liste stehenden Hunde zu einem Fotoshooting.. auch die Hunde waren lieb und geduldig.

026

Douglas

027

Dullifulli

028

Gustav

029

Johanna

030

Leyla

031

Nedda und Gabor

032

Nuba

033

Piran

034

Steve

035

Struppi

036

Szalma

037

Szena

Nach 1 ½ Stunden stand uns wieder die Zeit im Nacken und wir mussten aufbrechen, um vor Toresschluss im Tierheim Siofok zu sein.

038

Nur noch ein paar Kilometer

039

Der Weg zum Tierheim

040

Nur noch ein paar Meter

041

Die Quarantänestation / Hochsicherheitstrakt

Das Tierheimpersonal stand schon bereit, die Spenden abzuladen

042 043 044

Da wir bereits vereinbart hatten, dass ich am nächsten Tag für ein paar Stunden ins Tierheim komme, habe ich nur kurz einen Schnappschuss von Szöszi gemacht.

045 Sie gilt als unvermittelbar, aber
ich liebe dieses Mädchen….wer weiß, was sie schon
alles erleben musste.

Nach kurzer Absprache für die Planung am Freitag verabschiedeten wir uns. Irgendwie wurden wir das Gefühl nicht los, uns endlich den Feierabend verdient zu haben. Da wir aber Selbstversorger sind, mussten wir erst einmal unseren obligatorischen Einkauf im Lidl (hab ich das jetzt wirklich geschrieben?) in Enying machen.

046

Die Straße zu unserem Haus.. István-Király-ut.

047

Gegen 17:00 Uhr konnten wir dann das Tor zur Einfahrt öffnen

Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass es im Haus viel kälter war als außerhalb. Die Gemütlichkeit ließ also sehr zu wünschen übrig. Also musste erst einmal ein wärmendes Feuerchen gemacht werden. Wir räumten unsere Einkäufe weg und ließen uns dann entspannt in unserer kleinen Küche nieder… von Müdigkeit keine Spur, da wir viel zu aufgekratzt waren.

Der Kleine hier war an diesem
Abend mein bester Freund.Treu und brav hat er seine Dienste
geleistet, aber nur solange es die
Sicherung zuließ.
048

Wir ließen den Abend langsam ausklingen und nach einer deftigen Brotzeit kam auch die Müdigkeit. Zeitig gingen wir zu Bett. Ich für meinen Teil fiel in einen komaähnlichen Zustand.


 

Freitag, 18. März 2016

Die Öfen waren aus und draußen
war es bitterkalt, aber es deutete
sich ein wunderschöner Frühlingstag
an..
049

Meine erste Amtshandlung an diesem Morgen war, einen kräftigen Kaffee zu kochen. Ein ausgiebiges Frühstück ließ uns zu Kräften kommen und in der Tat konnten wir danach auf der Terrasse die Sonne genießen… wie vermutet, erlebten wir einen herrlichen Frühlingstag.

Es wurde Zeit für unseren Besuch bei unserer Nachbarin.. eine liebenswerte ältere Dame, die sich immer wahnsinnig freut, wenn wir zu ihr kommen. Im Gepäck Blumen für sie und für ihre tolle Hündin Pamacs ein paar Leckerchen.

050 051 052 053

Mehr zu unseren Nachbarn in Eyning

054

Unser Nachbar schräg gegenüber

055

Noch mehr Nachbarn

Und noch mehr Nachbarn

056

.. dem einen gehen sie auf die Nerven..

057

.. der andere mag sie lieber auf dem Grill..

058

.. mir sind sie lieber als nicht geflügelte Nachbarn

Ganz viele Nachbarn und alle lieb.. aber ganz wichtig: glücklich !

059 060

Bis Janos kommen wollte, hatte ich noch ein wenig Zeit für kleine Spielereien.. ein kleiner Vorgeschmack auf den Frühling, der bei uns einfach viel zu lange auf sich warten lässt.

061 062 063 064

Um 13:30 Uhr kam Janos, um mich für meinen Besuch im Tierheim abzuholen. Allerdings ließen wir es uns nicht nehmen, noch ein wenig in der Sonne zu sitzen und über Gott und die Welt zu sprechen. Janos und ich fuhren sodann ins Tierheim und Rolf hatte sich vorgenommen, die Boxen aufzubauen.

Es war schön, noch einmal viel Zeit mit den Hunden verbringen zu dürfen. In viele bekannte aber auch neue Gesichter durfte ich schauen. Ich will an dieser Stelle einfach nur die Bilder sprechen lassen..

065

Hera

066

Steffi

067

Molly

068

Ralph

069

Zoe und Bobi

070

Zseton

071

Sindy

072

Amina.. sie kam einen Tag zuvor aus der Tötung ins Tierheim

073

Cigany

074

Shila.. sie trauert um ihren geliebten Leroy

075

Julio

076

Zsuzsi mit Artur und Flexi

077

ohne Worte

078

der Gute-Laune-Hund Butler

079

Manci.. für ihre traurige Geschichte bitte auf’s Bild klicken

101

Doki und Csoda

080

Rex

082

Burkus.. er darf nächste Woche mit uns zu seiner Familie fahren

083

Neuzugang Inda

084

Tara

085

Brutus

086

Cash

087

Szira

088

Oskar, Bella und Neuzugang Lobo

089

Jockey

090

Zafir

091

Neuzugang Apollo

092

Messer

093

Karesz

094

Pihe

095

Sumer (Manson)

Der Feierabend rückte näher und das Tierheimpersonal war schon weg, als auch Zsuzsi den Hochsicherheitstrakt verschloss. Sie fuhr mich wieder nach Enying, wo wir Rolf auf der Terrasse chillend vorfanden. Er hatte sich den Feierabend redlich verdient, denn die Boxen waren schon alle zusammengebaut.. nur der Aufbau im Spielmobil fehlte noch.

096 097

Zsuzsi blieb noch auf einen kleinen Plausch bei uns und dann fuhr auch sie nach Hause in ihren wohlverdienten Feierabend.

Dieser Tag bot ansonsten nichts spektakuläres mehr.. nur noch ein wenig abhängen und die Ruhe genießen, Abendbrot essen und dann frühzeitig ins Bett, weil anstrengende zwei Tage vor uns standen.


 

Samstag, 19. März 2016

Viel Zeit blieb uns an diesem Tag nicht, denn wir mussten bereits um 12:00 Uhr im Tierheim Siofok sein, damit wir unseren eng gestrickten Zeitplan einhalten konnten. Doch 1. kommt es anders, 2. als man denkt. Der Boxenaufbau nahm dann doch mehr Zeit in Anspruch als geplant… oder hatten wir vielleicht doch ein wenig zu lange gebummelt??? Jedenfalls kamen wir mit einer Stunde Verspätung im Tierheim an.

098 Ray und Olivia standen bereits
am Bahnsteig und warteten
auf ihre Abreise….irgendwie scheinen sie
Heimlichkeiten auszutauschen

Die acht Hunde hatten wir rasch an Bord genommen und ich konnte auf die Schnelle noch Schnappschüsse von Juli machen, die auch nächste Woche mit uns nach Deutschland reisen darf.

099 100

Nun hieß es Abschied nehmen bis in 1 ½ Wochen.. nicht wirklich lange, deshalb fiel er auch nicht so schwer.

Natürlich kamen wir auch bei Zsuzsa zu spät an und wir mussten uns sputen, alle 18 Hunde schnell an Bord zu nehmen. Dabei konnte Zsuzsa ihre mittlerweile recht guten Deutschkenntnisse testen.. natürlich mit dem ein oder anderen Freud’schen Versprecher.. wunderbar.

Dann ging es auf nach Ajka, um die letzten fünf Hunde aufzunehmen. Leider durften wir dort schon die erste Box saubermachen, denn unserer Lara war es auf dem Weg nach Ajka etwas übel geworden und sie hatte sich erbrochen.

Mit einer Stunde Verspätung verließen wir Ajka und mit wertvoller Fracht ging es Richtung Heimat.

Sonntag, 20. März 2016

Erstaunlicherweise waren wir am ersten Treffpunkt in Regensburg eine halbe Stunde zu früh.. in diesem Fall war es gut, dass ich die Fahrzeit falsch berechnet habe.. und wertvoll für die nächste Planung.

In Regensburg verließen uns:

01cezar

Cezar

02mutyur

Mütyür

03moritz

Moritz

Weiter ging es nach Würzburg. Hier waren wir bereits ¾ Stunde zu früh. Ein Adoptant wartete bereits auf uns, der andere kam leider pünktlich auf die Minute; ab jetzt summierten sich die Verzögerungen bei den Treffpunkten bis zur Endstation zu einer Stunde Gesamtverspätung auf.

In Würzburg gingen von Bord:

04mila

Mila

05alatar

Aladar

Nächster Stopp Weiskirchen..

Hier wurde Lara von ihrer

Familie in die Arme

geschlossen

06lara

Weiter ging’s nach Gießen, dort warteten Ingrid und Brigitte schon auf uns, um ihre Spitzchen abzuholen.

07max

Max

10sammy

Sammy.. er wollte nicht aus der Box

09david

Auch David ging von Bord

Auf zum Endspurt.. nur noch zwei Stationen, aber der größte Teil der Hunde war noch an Bord.. also wartete noch viel Arbeit auf uns. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir in Netphen an. Hier wurden sieben Hunde von ihren neuen Familien sehnsüchtig erwartet.

11berta

Berta

12triko

Triko

13malibu

Malibu

17mauriece

Mauriece

14frodo

Frodo

15metro

Metro

16benji

Benji

An dieser Stelle möchte ich der Familie Boek von Hundehilfe Bakony e.V. meinen herzlichen Dank sagen für die tolle Bewirtung, die den Abholern die Wartezeit erleichtert hat. Dieses Mal waren es ausschließlich Hunde von uns, die in Netphen abgeholt wurden.. also nicht selbstverständlich, Gäste, die eigentlich unsere waren, zu bewirten.

Mit ein paar leckeren Boek’sche Waffeln als Wegzehrung ging es auf zur Endstation nach Bensberg. Hier stieg der Rest, aber dennoch der größte Teil der Hunde aus.

18olivia

Olivia

19csali

Csali

20baxter

Baxter

21pogacsa1

Pogacsa

22elsa

Elsa

23benny

Benny

24pheline

Pheline

25hera

Hera

26hardy

Hardy

27hermine

Hermine

28happy

Happy

29hiila

Hilda

30hektor

Hektor

32anka

Anka

Auch wenn wir bereits weit über 50 Mal nach Ungarn gefahren sind und über 1000 Hunden dadurch die Reise nach Deutschland ermöglicht haben, will keine Routine eintreten… denn jede Fahrt ist etwas ganz besonderes.. man hat viel Spaß, aber es gibt auch viele traurige Momente.

Nach einer Fahrt ist vor einer Fahrt.. die Vorbereitungen für die kommende Fahrt vom 30. März bis 3. April laufen schon auf Hochtouren und wir freuen uns drauf.

Bis bald

Eure Heidi

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.