Reisebericht Juli-Fahrt

Der 20. Juli 2016 war einer der wenigen heißen Sommertage dieses Jahres. In den Abendstunden kam Rolf mit dem Spielmobil nach Siegen und bei der immer noch brütenden Hitze mussten wir den Transporter laden. Die kleine Gewitterzelle über uns war lediglich mit dem „Tropfen auf den heißen Stein“ vergleichbar. Durch einen Spendenaufruf bei Facebook waren noch etliche Textilien zusammengekommen, die gerade jetzt bei unzähligen Welpen in den Tierheimen dringend gebraucht werden. Nach getaner Arbeit ging es auf Richtung Ungarn.

Die Fahrt verlief problemlos und ohne spektakuläre Vorfälle. Gegen halb sechs erreichten wir die österreichische Grenze. Erstmalig mussten wir zum Laden der GO-Box Wartezeiten in Kauf nehmen, da viele Feriengäste unterwegs waren. Um 9:00 Uhr tat sich – noch ein wenig im Morgendunst verhüllt – die Skyline von Wien vor uns auf.

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Kurz vor Mittag erreichten wir die Station Ajka. Trotz all dem Leid und Elend im Tierschutz ist Laura doch immer wieder zu einem kleinen Schalk bereit:

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Die Spenden waren dank der vielen Helfer schnell ausgeladen.

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Die Zeit reichte nur noch für einen kleinen Gang ins Tierheim nebenan, denn wir hatten noch volles Programm an diesem Tag und schließlich waren wir sehr spät dran. Gegen halb zwei erreichten wir das Tierheim in Veszprem. Zsuzsa empfing uns mit einem gut gekühlten Eiskaffee und anderen Kaltgetränken. Das tat gut bei der Hitze, denn unsere mitgebrachten Getränke hatten schon eher die Temperatur von Heißgetränken.

Während Rolf, Gabor und Andras die Spenden ausluden, holte Zsuzsa nach und nach einige Hunde für ein Fotoshooting.

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Aber auch ein paar andere Schnappschüsse waren drin.

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Nun ging es mit Vollgas nach Siofok, damit wir vor Feierabend noch die Spenden abladen konnten. Gegen halb vier trafen wir dort ein. Ich hatte zunächst eine Mission zu erfüllen; ein paar Tage vor unserer Abfahrt traf mit der Post ein Paket am Vereinssitz ein. Es enthielt mit einem lieben Gruß ein süßes Geschenk für Bozont, der schon viel zu lange auf seine eigene Familie wartet.

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Mittlerweile waren die Spenden alle ausgeladen und wir wollten nur noch nach Hause. Es war heiß und wir waren müde von der langen Fahrt.. doch dann entdeckte ich sie.. die wunderschöne Kuvasz-Mix-Hündin, die sich bisher immer versteckt hat, wenn Besuch kam. Sie hat einen Quantensprung gemacht, zeigt sich meldend am Gitter ihres Zwingers und sie hat mir sogar aus der Hand gefressen.

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Nur noch eine kurze Absprache für Freitag und dann fuhren wir nach Enying, wo wir zunächst unseren obligatorischen Einkauf tätigten. Am Haus angekommen waren wir angenehm überrascht, weil unsere Wiese frisch gemäht war, und es sah alles sehr ordentlich aus. Hoch lebe die Nachbarschaftshilfe! Beim Öffnen des Tores zum Hof war zunächst – bis auf ein paar Wespen – alles normal. Als ich das Tor jedoch wieder schließen wollte, nahm die Anzahl der Wespen zu und sie wurden zunehmend aggressiv. Ich suchte vorsichtshalber das Weite und Rolf schaute dann genauer bei die Sache. Im Rohr des Tores hatte eine Wespenkolonie ihr Zuhause gefunden.. wir ließen sie von Stund an in Ruhe.

Erschöpft genossen wir den lauen Sommerabend auf der Terrasse und ließen den Tag ausklingen.

Am nächsten Morgen standen alle Zeichen für einen heißen Sommertag und so war es auch. Am Vormittag bauten wir die Boxen zusammen und gegen Mittag kam Zsuzsi, um mich ins Tierheim zu holen. Ich hatte einiges auf meiner To-do-Liste.. Hunde, die ich filmen und fotografieren wollte.

Der erste Hund war Dia, eine liebenswerte ältere Labrador-Hündin, für die wir einen Gnadenplatz suchen, damit sie ihr Rentendasein nicht im Tierheim verbringen muss.

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(Für weitere Info’s über Dia bitte das Bild anklicken)

Danach war Doris an der Reihe. Diese wunderschöne Schäferhündin wurde von den Tierschützern aus extrem schlechter Haltung befreit. Vollkommen unterernährt und in einem schlechten Allgemeinzustand. Trotz hochwertiger Ernährung will sie einfach nicht zunehmen und bei der anstehenden OP zur Kastration wurden Herzrhythmusstörungen festgestellt. Wir vermuten, dass Doris unter dem Tierheimstress leidet und sind deshalb dringend auf der Suche nach einer Pflegestelle, wo die Maus zur Ruhe kommen kann.

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(Für weitere Info’s über Doris bitte das Bild anklicken)

Dann stand noch im Auftrag eines befreundeten Tierschutzvereines ein Katzentest mit Zizi an. Zizi erwies sich als absolut katzenfreundlich, aber schaut selbst:

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Danach zeigte mir Zsuzsi die vielen Welpen. Konnten wir doch bei dieser Fahrt die meisten der reisefertigen Welpen mit nach Deutschland nehmen, so geht es jetzt weiter. Die nächsten Terroristen warten auf ihre eigenen Familien, wo sie richtig aufmischen dürfen.

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Das ganze Ausmaß kommt aber auf folgendem Video zum Vorschein:

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Der Feierabend nahte und ich schloss meinen Tierheimbesuch mit einem Besuch Manci ab. Sie hat sich super entwickelt und ist nun auf der Suche nach ihrem neuen Zuhause. Ihre neue Familie wird eine liebenswerte und wachsame Omi bekommen, mit der sie noch viele glückliche Jahre verbringen darf.

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Mehr zu Manci findet Ihr hier.

Es war noch sehr heiß, als Zsuzsi mich nach Hause fuhr. Wir besprachen noch kurz, wie der Samstag ablaufen sollte und dann fuhr Zsuzsi selbst in ihren wohlverdienten Feierabend.

Zum Abendbrot gab es bei uns Gegrilltes.. für mich vom Tofu-Schwein. Zu vorgerückter Stunde gingen wir ins Bett, doch für mich war die Nacht um 4:00 Uhr vorbei. Ein Gewitter holte mich aus meiner Traumwelt und mit Erschrecken fiel mir ein, dass die Textilien, die wir als Unterlage für die Boxen brauchten, noch draußen standen. Im Angesicht des Todes eilte ich hinaus, um die Decken vor dem Regen zu retten. Nach dem Gewitter klarte die Luft wieder auf und schnell erhitzte die sengende Sonne wieder die Atmosphäre. Schnell hatten wir jedoch die Boxen aufgebaut, bevor es richtig heiß wurde. Wir hatten noch Zeit, da wir wegen der Hitze erst in den Abendstunden losfahren wollten. So konnten wir uns Dingen widmen, für die sonst die Zeit fehlte.

Gegen Abend machten wir uns dann auf, um zum Tierheim zu fahren. Während ich mich von unserer Nachbarin verabschiedete, schlug Rolf kräftig um sich und fluchte, was das Zeugs hält. Beim Versuch, das Tor zu schließen, fühlten sich unsere neuen Mitbewohner, die Wespen, in ihrer Ruhe arg gestört und zahlten dies mit drei Stichen in Rolfs Arm aus.

Im Tierheim angekommen wartete Zsuzsi schon auf uns. Zum Glück hatten wir die Formalitäten bereits am Vortag erledigt, so dass wir nur noch die Hunde laden mussten. Danach ging es nach Veszprem, wo Zsuzsa uns mit Rex an der Leine im Empfang nahm. Während die Hunde geladen wurden, machte ich noch schnell ein Video von diesem wunderschönen und lieben Rüden, dem bisher seine eigene Familie versagt blieb.

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Letzte Station in Ungarn war Ajka. Dort hatten wir schnell alles erledigt und wir konnten die Heimfahrt antreten. Wegen der Hitze des Tages hatten wir die Abfahrtszeit in Ajka gegenüber der geplanten noch einmal um eine ¾ Stunde nach hinten verschoben.

In der Hoffnung auf eine ruhige Heimfahrt wurden wir jedoch eines Besseren belehrt. Viele Welpen machen viel Kacka. So mussten wir sehr oft anhalten und sowohl Boxen als auch Hunde sauber machen, was uns wertvolle Zeit kostete.

Mit einer Stunde Verspätung trafen wir am 1. Treffpunkt in Hengersberg ein. Vier Hunde verließen uns hier

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Mano

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Sue

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Lilien

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Lüzsi

Nächster Stopp Würzburg. Hier ging Lilli von Bord

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Lilli

Weiter ging‘s nach Weiskirchen. Hier verließen uns vier Hunde

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Feco

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In Gießen ging ein großer Teil der Hunde von Bord:

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In Siegen verließen uns:

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Endstation Bensberg; hier stieg der Rest aus:

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Bully

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Pihe

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Bärchen

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Minnie

Auch Popeye, Pintyö, Cerka und Palko gingen hier von Bord. Leider habe ich es versäumt, Bilder von ihnen zu machen.

Nun gibt es erst einmal eine Pause bis September, doch im Hintergrund läuft die Planung für die nächste Fahrt wieder auf Hochtouren… nach der Fahrt ist vor der Fahrt.

In diesem Sinne.. bis zum nächsten Mal

Eure Heidi

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