Reisebericht Juni-Fahrt

Am 8. Juni 2016 gegen 20:00 Uhr starteten wir wieder direkt von Bensberg aus, da wir bereits ein paar Tage vorher unser Spielmobil (überwiegend) mit Futterspenden geladen hatten. Das hatte den Vorteil, dass wir am Abreisetag keine kostbare Zeit wegen des Ladens vergeuden mussten und direkt durchstarten konnten. Kurz nach 4:00 Uhr waren wir an der österreichichen Grenze und gegen 8:30 Uhr an der ungarischen.

Um 11:00 Uhr erreichten wir die Station in Ajka. Das Team stand parat, um die Spenden auszuladen. Ich war natürlich wieder mit meiner Kamera bewaffnet.

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Laura, immer zu einem Spaß bereit

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Während die anderen sich um den Transporter kümmerten, schnappte ich mir wieder den oder anderen Hund zu einem Fotoshooting. Die Station in Ajka ist komplett ausgelastet und jeder weitere Hund, der aufgenommen werden muss, stellt ein Problem dar.

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Die Spenden waren rasch ausgeladen dank der vielen Helfer

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Wir waren im angrenzenden Tierheim Vahur, als auf einmal Hektik aufkam. Vor den Toren der Station stand ein Jäger. In seinem Pickup war ein Hund, den er im Wald gefunden hatte.

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Zum Glück trug er einen Chip, der auch registriert war. So konnte er schnell wieder nach Hause gebracht werden. Wahrscheinlich war er nur ein wenig auf Freiers Füßen.

Gegen 12:00 Uhr verließen wir die Station und machten uns auf zu Zsuzsa nach Veszprem. Auch hier warteten Zsuzsa, Gabor und Andras schon, um die Spenden auszuladen.

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Kathi hatte mir eine Liste von Namen mitgegeben.. Namen von Hunden, die ich filmen und fotografieren sollte.

13 Während Rolf seiner Lieblingsbeschäftigung nachging (Schmusen und Streicheln), gingen Zsuzsa und ich an die Arbeit.
Die drei Gesellen suchten unter unserem Spielmobil Schutz vor der Hitze 14

Die Mannschaft hier begrüßte mich, als ich ins Tierheim kam

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Das Fotoshooting erwies sich mehr als schwierig.. unter der Vielzahl der Welpen und Junghunde genau den richtigen rauspicken, war nicht so einfach, zumal die Jungspunde überhaupt keinen Bock auf diese Maßnahme hatte. Aber da mussten wir durch, denn schließlich wollen wir für die süßen Frätze ein Zuhause finden, und das geht nun mal nicht ohne Bilder.

Ihr könnt Euch sicherlich noch an den liebenswerten Riesen Khadi aus meinem letzten Reisebericht erinnern. Hieß es im Mai noch, dass die verkrüppelte Hand amputiert werden muss, so haben sich die Ärzte in Budapest nun doch etwas einfallen lassen, die Hand zu retten. In einer aufwendigen OP konnte die Hand soweit korrigiert werden, dass Khadi sie nun benutzen kann.. aber schaut selbst

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Khadi ist ein Schatz und er hat es verdient, dass man ihm hilft.

Der Besuch in Veszprém war zu Ende und wir machten uns auf ins Tierheim Siófok. Um 15:00 Uhr kamen wir dort an und auch hier standen viele Helfer parat, die Spenden auszuladen.

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Ich zog mich dezent zurück und machte mit meiner Kamera bewaffnet eine schnelle Runde durchs Tierheim. Hier ein paar Eindrücke:

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Rolf fuhr mit dem Spielmobil schon mal „nach Hause“, während ich mich noch im Tierheim aufhielt. Zsuzsi ging mit mir zum Welpenhaus und zeigte mir eine kleine Familie, die man ein paar Tage vorher gefunden hatte. Die Mutter ist extrem scheu und ängstlich; wer weiß, was sie uns alles erzählen würde, wenn sie reden könnte.

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Ein weitere hochträchtige Hündin war einen Tag zuvor ins Tierheim gekommen.

Dann gingen wir noch zu Manci.. sie hat sich super erholt; die Blasenentzündung ist weitestgehend abgeheilt, aber sie muss zur Vorsicht noch ein Antibiotikum nehmen. Mittlerweile kümmert sie sich auch um die Welpen von Pötyi und Bonnie. 26

Die ganze Geschichte von Manci könnt ihr hier lesen.

Zsuzsi fuhr mich nach Feierabend noch nach Siófok, wo ich mir ausnahmsweise einen Leihwagen mietete, um ein wenig mobiler zu sein. Danach fuhr ich nach Enying und Rolf und ich machten unseren obligatorischen Einkauf mit dem Kleinwagen, was die Parkplatzsuche wesentlich erleichterte.

Bei herrlichem Wetter konnten wir noch lange draußen sitzen und den Grill anwerfen. Danach fielen wir ins Bett.

Das Wetter war am nächsten Morgen nicht so wirklich schön.. es war zwar nicht kalt, aber irgendwie lag Regen in der Luft. Vormittags waren Rolf und ich damit beschäftigt, die Boxen aufzubauen. Tatsächlich regnete es zwischendurch, was wir gar nicht prickelnd fanden. Gegen Mittag waren wir fertig und ich machte mich mit meinem Wägelchen auf nach Siófok ins Tierheim. Ich hatte mir vorgenommen, einige Hunde zu filmen.. u.a. die süße Csini, der – warum auch immer – der halbe Fuß fehlt.

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Sie kommt super mit diesem Handicap klar.. ist ein richtiges Powerpaket, das immer rennen muss.

Nachdem ich mit meinem Programm durch war, gingen wir zu den Welpen. Das Tierheim erlebt eine nicht mehr enden wollende Welpenflut und erstickt fast darin. Hier erfahrt Ihr mehr darüber, wie Ihr helfen könnt.

Nachdem schon alle Tierheimmitarbeiter abgezogen waren, fuhr ich auch nach Hause, denn wir hatten an diesem Tag noch einen Termin in Tarnok mit Aniko Bakos.

So fuhren wir gegen 18:00 Uhr Richtung Budapest und trafen uns in der Pension mit Aniko. Sie zeigte uns alle Hunde.. und auch hier hinterlasse ich ein paar Eindrücke:

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Den Abend ließen wir bei einem gemütlichen gemeinsamen Essen ausklingen und es war mitten in der Nacht, als wir zu Hause ankamen. Es war ein sehr schöner Abend.

Am nächsten Vormittag stand so einiges auf dem Programm. Der Kirschbaum hing voll mit leckeren Kirschen, die nur darauf warteten, geerntet zu werden.

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Im Angesicht des Todes stieg ich also auf eine Leiter und erntete nur einen Bruchteil der süßen Frucht.

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Die Zeit drängte; wir waren mal wieder – wie immer – viel zu spät dran. Mit einer Stunde Verspätung kamen wir endlich im Tierheim Siófok an. Es herrschte Aufregung dort und Zsuzsi sagte uns, dass sie neue Welpen haben. Bei der hochträchtigen Hündin hatten die Wehen eingesetzt und drei Welpen waren zum Zeitpunkt unserer Ankunft da. Während ich die junge Mami filmte, kam das vierte Baby.

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Den letzten Welpen konnte sie leider nicht ohne Hilfe gebären. Am folgenden Tag musste ein Kaiserschnitt gemacht werden; das Baby hat es leider nicht überlebt.

Wir luden schnell die Hunde in unser Spielmobil und verabschiedeten uns. Auch in Vezsprem kamen wir viel zu spät an. Zsuzsa lächelte nur mit den Worten: Always the same !

Die 12 Hunde waren relativ schnell verladen und Zsuzsa konnte ihre Tränen nicht verbergen: Twelve dogs are too much, sagte sie.

Exakt mit einer Stunde Verspätung kamen wir in Ajka an. Als wir ankamen, war es eher harmlos am regnen. Doch es steigerte sich allmählich. Schnell mussten die vier Hunde an Bord, damit wir alle wieder ins Trockene konnten. Bei unwetterartigem Regen mit Gewitter fuhren wir in Ajka los.

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Die Rückfahrt verlief im Prinzip reibungslos. Lediglich an der österreichischen Grenze wurden wir wieder rausgezogen und kontrolliert. Wieder einmal fiel eine grundsätzliche Frage zum Thema Auslandstierschutz durch den Beamten: „Gibt es in Deutschland nicht genug Hunde?“ Meine Antwort darauf lautet: „Nein, dort sind sie vom Aussterben bedroht.“

Ab nun ging es ohne weitere Vorkommnisse weiter. Erster Stopp war Melk in Österreich. Dort verließ Tini unser Spielmobil

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Tini

Nächster Stopp war Regensburg. Hier wurde Muffin mit Tränen in den Augen von seinem neuen Frauchen erwartet

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Muffin

Weiter ging es nach Nürnberg, Raststätte Aurach. Hier sollte Georgi eigentlich von Bord gehen, doch weit und breit war niemand zu sehen, der Georgi erwartet. Ein kurzer Anruf schaffte Klarheit: Durch ein Missverständnis war die Familie davon ausgegangen, dass Georgi erst in der Nacht von Sonntag auf Montag ankommen würde. Das war sehr unglücklich, weil gerade diese Familie die weiteste Anreise hatte. Sofort machte sie sich jedoch auf den Weg, um uns an einem späteren Abholort einzuholen.

Die Verspätung hatten wir nun an der Backe.. exakt eine Stunde. In Weiskirchen warteten die Familien von Flora, Drazse, Csoki und Ize

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Flora

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Drazse

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Csoki

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Ize

Weiter ging’s nach Gießen. Dort verließ uns Lora; eine sehr ängstliche Hündin aus unserem Projekt „Vom Notspitz zum Glücksspitz“. Wer weiß, was diese Maus alles durchgemacht hat.

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Lora

Und die Familie von Georgi hatte es tatsächlich geschafft, uns in Gießen einzuholen:

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Georgi

Nächster Stopp Dollenberg. Dort wurden unsere Zwerge Manna und Magnolia erwartet.

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Manna

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Die Heimat rief.. die Abholer von Siegen waren schon recht ungeduldig. In Siegen stiegen Tilo, Medve, Amina, Linus, Sara, Pofi und Forest aus.

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Tilo

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Medve

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Amina

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Linus

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Sara

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Pofi

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Forest

Endspurt.. nun ging es nach Bensberg, wo der Rest der Mannschaft von Bord ging.

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Keks

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Lolita

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Flip

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Sydney

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Strolch

Wie gehabt: Nach der Fahrt ist vor der Fahrt.. die Vorbereitungen für die Juli-Fahrt sind im vollen Gange. Ich freue mich wieder auf den Besuch in Ungarn.

Eure Heidi

 

2 comments for “Reisebericht Juni-Fahrt

  1. Chris
    16. Juni 2016 at 19:21

    Wie immer wieder ein schöner Bericht von dir Heidi
    Aber wie sollte es anders sein

  2. Ingrid
    16. Juni 2016 at 22:44

    Wie immer gut geschrieben, tolle Bilder und Impressionen für uns. Danke. Auch die Heidi beim Kirschen pflücken hat mir sehr gut gefallen. 🙂

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